1955 born in Freiburg i.Br., living and working in Stuttgart, GermanyMichael Schmidt erzaehlt Geschichten, deren Anfang und Ende sich nicht immer an fixen Punkten auf dem vorgegebenen Format festmachen lassen. Denn sie machen Aussagen ber Zustaende, Gefuehle, Stimmungen, Eindruecke, die sich in spontan gesetzten Strichen, Linien und Linienbuendeln verdichten.Schmidt geht den eigenen Quellen der Inspiration nach und findet darin allgemein Menschliches, Dahinterliegendes, bisweilen Obskures. Er wendet sich in einem Moment bewusst von gaengigen Kunstklischees ab, um sich gleich darauf in einer malerischen Tradition wiederzufinden.Kuenstlerische Details und Ideen integriert und verarbeitet Schmidt neu. Ganz gleich, ob es sich um klassische Landschaftsmalerei handelt oder um optische Mischung, ob er Georgia O'Keeffe studiert oder sich von M.C. Escher inspirieren laesst. Man findet das freie Formenspiel ebenso wie die grafische Direktheit der Optical Art und des Informel.Bei aller Vielfalt scheint dennoch immer etwas ganz Spezifisches an all diesen Gestaltungsweisen, Strukturen und der speziellen Bildbeschaffenheit zu interessieren: das Grafische als wesentliches Element seiner Kunst. Und mehr noch: das Gestische, Direkte, Assoziativ-Gedankliche. Vielfach findet sich auch Dunkelheit wieder, Abgruendiges und Geheimnisvolles man fuehlt sich beizeiten an Goya erinnert oder an Giger, aber ohne dessen technische Manieriertheit. Dann wieder Spiel, Ironie und bizarre Formen.Organische Strukturen wechseln sich ab, zeichnen einen Raum zwischen Ordnung und Chaos. Dies setzt der Kuenstler immer wieder aufs Neue in ein Spannungsfeld und folgt seiner schoepferischen Intuition, so als wrde nur im Tun die ideale Naehe und Distanz entstehen. Er nutzt das weitgesteckte Feld der Moeglichkeiten. Und er tut es sozusagen exemplarisch, ohne an einer Idee oder einer Technik zu lange hngen zu bleiben.Schmidts Bilder versuchen keine reinen Abbilder der Wirklichkeit zu sein, vielmehr sind es poetisch verzerrte, subjektive Momentaufnahmen gefuehlter Realitt.Den Moment zu malen heit im Augenblick sein, heit im ursprnglichen Sinne, etwas Neues zu schaffen. So entstehen aus dem ersten Strich Formen, die sich aus sich selbst heraus entwickeln. Es ist der Rhythmus der Bilder, der fasziniert.Klumpp / Parrotta…Read More