Denis Serre wurde 1953 in Rabat geboren. Sein Vater, der Soldat war, wurde 1919 als Sohn protestantischer Eltern aus der Drôme und der Ardèche ebenfalls in Marokko geboren; seine Mutter kam 1925 im Alter von 4 Jahren nach Marokko und stammte aus einer sehr alten Familie aus der Region Bordeaux. Er ist das vierte Kind seiner Eltern. Seine drei Schwestern kamen 10, 7 bzw. 4 Jahre vor ihm zur Welt. Die Familie Serre musste im Sommer 1958 gegen ihren Willen Marokko verlassen und nach Piolenc, einem an der N7 liegenden Dorf in der Vaucluse in der Nähe von Orange, und zwei Jahre später nach Tarbes ziehen. Zwei Garnisonsstädte, denen bald Lyon folgte, wo sich die Familie länger niederließ.
Nachdem er 1967 in Condrieu während seiner Sommerferien bei seiner ältesten Schwester das Buch « Panorama de l’art du XXème siècle » (Ein Panorama der Kunst des 20. Jahrhunderts) gelesen hat, will er professioneller Maler bzw. Künstler werden. Drei Jahre später besucht er die Abendkurse der Stadt Lyon in der Rue Tronchet, wo der Maler und atypische Pädagoge Pierre Pelloux unterrichtet. Nach diesen Kursen beabsichtigt er, den Studiengang Lehramt Zeichnen an technischen Gymnasien zu belegen. Im Herbst darauf wird er an der École Nationale des Beaux Arts in Lyon angenommen, wo er jedoch nur ein Jahr lang bleibt. Sich bald der Grenzen regionaler Kunsthochschulen in der Zeit vor der 1973 durchgeführten Reform des Kunstunterrichts bewusst, bewirbt er sich an der École Nationale Supérieure des Beaux Arts in Paris (Quai Malaquai), wo er für das Herbstsemester 1971-72 mit der damals besten Note zugelassen wird. Dank der exzellenten Bewertung der Jury darf er frei entscheiden, in welchem Atelier er sich einschreiben will, und nachdem er ein Jahr lang zwei, drei Ateliers ausprobiert hat, entscheidet er sich für jenes von Gustave Singier, da dort eine außergewöhnliche Vielfalt der Malerei-Genres herrscht und zwei weitere Kunststudenten aus Lyon dort eingetragen sind: François Jeune und Anne Legay. Schon bald wird der Besuch der Marc-Rothko-Ausstellung im ehemaligen Musée National d’Art Moderne, dem aktuellen Palais de Tokyo, sowie der Barnet-Newman-Ausstellung im Grand Palais 1972 und 1973 zu einem Wendepunkt und führt zu einem Bruch mit seinen früheren Referenzen, d.h. hauptsächlich George Braque und Nicolas de Staël, die ihn zur Malerei geführt haben. Besuche von Ausstellungen wie „72-72”, die auch in « Exposition Pompidou » umgetauft wurde, und die „8. Biennale von Paris” im Jahr 1973 katapultieren ihn ins Zentrum des zeitgenössischen Schaffens, was in den Siebziger Jahren in Lyon unvorstellbar gewesen wäre. Die Bewegung Support(s)-Surface(s) scheint ihm damals die natürliche Antwort auf die Herausforderungen der Siebziger Jahre und deren Ästhetik. 1975 teilt er mit François Jeune und Daniel Renault, die ebenfalls an der Pariser École Nationale Supérieure des Beaux Arts bzw. an der Fakultät für plastische Kunst Saint Charles studieren, ein Atelier in der Rue Basfroi im Viertel Bastille. Zu jener Zeit begegnet er Louis Cane, Marc Devade und Marcelin Pleynet, dann Christian Bonnefoi, James Bishop, Pierre Dunoyer, Martin Barré, Jean-Pierre Pincemin, Christian Sorg und anderen. 1976, nachdem er extrem minimalistische Papierarbeiten im Format 50 x 65 cm geschaffen hat, durchlebt er eine tiefe persönliche Krise; zwei Jahre lang malt er nicht mehr und denkt, dass er den falschen beruflichen Weg eingeschlagen hatte. Aufgrund dieses Bruchs verlässt er Paris und kehrt unter großem Bedauern im Frühherbst 1977 nach Lyon zurück.
Unter Anregung von Anne Legay, einer ehemaligen Mitstudentin aus dem Atelier Singier, mit der er fortan sein Leben in dem Lyoner Viertel La Croix-Rousse teilt, beginnt er langsam wieder zu malen, jenseits aller Dogmen oder Doktrinen, nur des Malvergnügens willen. Anne Legay kannte den Maler Jean Chevallier; Letzterer empfiehlt die beiden an Paul Mouradian, dem Besitzer der Galerie Le Pantographe. Hier sowie im Espace Lyonnais d’Art Contemporain finden im Frühling 1980 Denis Serres erste Einzel- und Gruppenausstellung statt: rosafarbene und blassgrüne Arbeiten zum Thema der Ornamentik der Rosetten. Im Frühherbst 1980 stellt er in Paris gemeinsam mit Jean-Baptiste Audat, Isabelle Champion-Métadier, Jean-Luc Poivret und Christian Sorg bei Françoise Palluel und am Stand derselben Galerie an der Kunstmesse FIAC aus. In den darauf folgenden Monaten begegnet er Jean François Maurige und Bernard Piffaretti – eine Begegnung, die ihn rythmischere, härtere und eckigere Kompositionen mit einer sich durch übersätigte Kontraste kennzeichnende Farbgebung schaffen lässt, die er im soeben erst eingerichteten Nouveau Musée* von Jean-Louis Maubant zeigt. Im Juni 1984 wählt ihn François Rouan, Jury-Mitglied der Akademie de France in Rome, aufgrund der bloßen Vorlage dreier großformatiger Ölbilder, die dasselbe Format als alle anderen Bilder dieser Jahres aufweisen (195 x 270 cm) in der Vorauswahl zum Pensionär der Villa Médicis. Die unter der Präsidentschaft von Pontus Hulten stehende End-Jury entscheidet sich jedoch für Bernard Frize und Ros Blasco. Später stellt er im Rahmen von drei Gruppen-Ausstellungen in der Galerie Regard in der Rue des Blancs-Manteaux gemeinsam mit Christian Bonnefoi, Nicolas Fedorenko, Camille Saint-Jacques und Serge Fauchier aus. Danach führt ihn Olivier Pauli in die Familiengalerie Alice Pauli in Lausanne ein, die ihn 1991 bei der 1. Edition des Salon Découvertes und an der FIAC präsentiert. 1990 hört Max G. Kaminski, Professor an der Kunstakademie Karlsruhe, der in Villeurbanne an Lithografien und Holzschnitten arbeitet, von seinem Interesse an der deutschen Kunstszene. Da Letzterer als Jurybeauftragter für die Vergabe einer Künstlerresidenz im Rahmen des "Stipendiums des Kultusministeriums Land Rheinland-Pfaltz Künstlerhaus Edenkoben" fungiert (eine Funktion, die Kaminski nach Georg Baselitz und Markus Lüpertz übernahm), wird Denis Serre in das Künstlerhaus aufgenommen. Die Deutsche Bank, Partner des Künstlerhauses Edenkoben und instutitioneller Akteur der zeitgenössischen Kunst in Deutschland, stellt ihn in Baden-Baden aus und kauft zwei seiner Werke. Denis Serres Interesse an der deutschen Malerei bestätigt sich während dieses Aufenthalts, so dass er nach seiner Rückkehr nach Lyon den Wunsch verspürt, fortan an Deutschland zu leben. Da dies aus familiären Gründen nicht möglich ist, werden Straßburg und die deutsche Grenzstadt Kehl auf der anderen Seite des Rheins zum geografischen Kompromis, wobei Max G. Kaminski ihn bei der Übersiedelung an diesen neuen Atelierstandort tatkräftig unterstützt. Der Kunsthändler Frank Pages kauft bei der Ausstellung der Deutschen Bank fünf seiner großformatigen Bilder. Darüberhinaus stellt er Denis Serre mehrfach in seiner Galerie in Baden-Baden sowie auf unterschiedlichen deutschen, amerikanischen und französischen Kunstmessen aus. Bei der FIAC 1992, wo Olivier Pauli seine Werke zwei Tage lang im Rahmen einer One-Man-Show ausstellt, erregt Denis Serre die Aufmerksamkeit von Nathalie Obadia, die 6 Monate später ihre Galerie in der Rue de Normandie eröffnen wird. Doch leider verstirbt Olivier Pauli in diesem Jahr im Alter von nur 39 Jahren, was der vielversprechenden Zusammenarbeit ein abruptes Ende bereitet. Olivier Pauli vereinte die Qualität einer großen Sensibilität, die der eines tatsächlichen Kunstliebhabers glich, mit der kommerziellen Effizienz seiner Familiengalerie. Da Olivier Pauli nicht mehr da ist, um Denis Serre an eine realistischere Haltung bzgl. der Verbreitung seines Werks zu erinnern (Denis Serre konzentriert sich damals auf Deutschland, fern der französischen und insbesondere Pariser Tendenzen), verliert er die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit Nathalie Obadia aus dem Auge. In Straßbourg begegnet er dem damals seit Kurzem in Lyon etablierten Galeristen Olivier Houg, der ihm in den Jahren 1998, 1999 und 2000 insgesamt drei Ausstellungen widmet. Des weiteren lernt er Charles David Oiknine kennen, der im ersten Stockwerk eines wunderschönen Jugendstil-Eckhauses auf der Place Broglie in Straßbourg eine Schaufenster-Galerie besitzt. Letzterer widmet ihm 1999 ein Jahr lang eine Einzelausstellung. Jean-François Mozziconacci, Konservator des Museums des Schlosses der Herzöge Württembergs in Montbéliard, nimmt sein Werk in seine Sammlungsbestände sowie in verschiedene Gruppenausstellungen auf. Im September 2000 nimmt er Denis Serre in den Ausstellungskalender der Galerie R. Y. Carrat in der Rue Vieille du Temple auf, für deren künstlerische Leitung er verantwortlich ist. Ab dieser Ausstellung bis zu jener 2010 in der Galerie Elsa Lorente in Vienne in der Nähe von Lyon sowie bis zur Villa Delaporte in Casablanca im Jahr 2011, stellt Denis Serre aufgrund der Ergebnislosigkeit der verschiedenen Partnerschaften mit Galerien bewusst nur noch in Kunstzentren und öffentlichen Räumen aus. De fakto verzichtet er aufgrund der Willkür, der Amateurhaftigkeit, der Ungefährheit und der Klamsigkeit sowie dem nicht vorhandenen persönlichen Blick der Galeristen (Olivier Pauli war dabei eine Ausnahme) auf deren Dienstleistungen, da Letztere bisher nicht viel an der Verbreitung seiner Werke verändern konnten. Dieser wagemutigen, aber souveränen Strategie kann man hinzufügen, dass man ihn nie gebeten hat, an einer Kunsthochschule zu unterrichten und er selbst nie ein tiefes Verlangen danach verspürte, da dies seiner Meinung nach eine noch schlechtere, triste Alternative gewesen wäre. Er unterrichtete im Laufe der vergangenen 20 Jahre nur episodisch Farbkunde an zwei Architekturhochschulen in Paris und Lyon. Wenn man darüberhinaus berücksichtigt, dass fünf seiner Sammler** (zwei in der Region Lyon, zwei in Paris und ein fünfter in Baden-Baden jeweils 20-30 oder noch mehr seiner Bilder, d.h. insgesamt etwa 250 Werke, besitzen, versteht man die relativ nichtvorhandene Sichtbarkeit seines Werks noch besser.
LepainTrevor
* Siehe AMBITION D'ART, Jean-Louis Maubant, Les presses du réel, IAC Villeurbanne / Lyon 2008.
* * Zwei dieser Sammler, Gilles Blanckaert und Paul Dini, gehörten zu den 12 Sammlern, die in der Ausstellung „Passions privées, collections partculières d’art moderne et contemporain en France” (Dezember 1995 – März 1996), die Suzanne Pagé im Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris organisiert hat, vorgestellt wurden.
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Denis Serre est né en 1953 à Rabat d’un père militaire né lui aussi au Maroc, en 1919 de parents parpaillots de la Drôme et de l'Ardèche, d’une mère arrivée, elle, au Maroc à l’âge de 4 ans, c'. à d. en 1925, qui était quant à elle, issue d’une très ancienne famille bordelaise. Il est leur quatrième enfant. Ses trois sœurs l’ont précédé de 10, 7 et 4 ans. La famille Serre doit quitter, bien à contrecœur, le Maroc l’été 58 pour un village du Vaucluse sur la N7, Piolenc à proximité d’Orange puis ce sera Tarbes, deux ans plus tard. Deux villes de garnison, ensuite à Lyon pour s’y implanter beaucoup plus durablement.
Il envisagera la peinture comme une activité principale suite à la découverte d’un livre intitulé : « Panorama de l’art XXème siècle » l’été 1967 à Condrieu où il termine les vacances chez sa sœur aînée. Ainsi trois ans plus tard, il va fréquenter les cours du soir municipaux de la rue Tronchet à Lyon où Pierre Pelloux peintre, personnage et pédagogue atypique, enseigne. Ces cours étaient suivis avec le projet d’intégrer le professorat de dessin pour les lycées techniques. À la rentrée suivante, de fait, il est admis à l’École Nationale des Beaux Arts de Lyon. Ce sera pour une année seulement. En effet, mesurant les limites des écoles en région avant la réforme des enseignements artistiques de 1973, il candidatera pour l’École Nationale Supérieure des Beaux Arts de Paris quai Malaquai où il est reçu à la rentrée 71/72 avec la meilleure évaluation en vigueur. Cette appréciation du jury permettant de s’inscrire dans l’atelier de son propre choix, après un an à en essayer deux ou trois, il choisira l’atelier de Gustave Singier pour son exceptionnelle diversité de genres picturaux suivis par ses inscrits ainsi que pour la présence de deux étudiants lyonnais, François Jeune et Anne Legay. Rapidement les visites de l’exposition Marc Rothko dans l’ancien Musée National d’Art Moderne, actuel Palais de Tokyo, ainsi que celle de Barnet Newman au Grand Palais en 72 et 73 ont constitué un tournant, un point de rupture d’avec ses références précédentes, à savoir principalement Georges Braque et Nicolas de Staël qui l’avaient amené à la peinture. Les visites d‘expositions telles que : « 72-72 », rebaptisée aussi « exposition Pompidou », de la « 8ème Biennale de Paris » en 73, l’ont projeté dans l’actualité de la création, chose qui était inimaginable à Lyon dans les 70’s. Support(s)-Surface(s) lui a paru être la réponse aux enjeux des 70’s ainsi qu’à son éthique, naturellement. En 1975 avec deux autres étudiants des Beaux-Arts de Paris et de la faculté d’Arts Plastiques Saint Charles ; François Jeune et Daniel Renault ils ont un atelier en colocation à la Bastille, rue Basfroi. À cette période-là, il rencontre Louis Cane, Marc Devade et Marcelin Pleynet puis Christian Bonnefoi, James Bishop, Pierre Dunoyer, Martin Barré, Jean-Pierre Pincemin, Christian Sorg et d’autres. En 1976 après avoir réalisé des travaux extrêmement minimalistes sur papier et de format raisin, une rupture violente intervient dans sa vie ; il cesse de peindre durant deux ans pensant s’être trompé en ayant choisi cette voie. Cette rupture l’amène à quitter Paris pour retourner, à regret, vivre à Lyon à la rentrée 1977.
Sous l’instigation d’Anne Legay, ancienne camarade de l’atelier Singier, avec laquelle il partage dorénavant sa vie croix-roussienne*, il se remet progressivement à la peinture avec une absence totale de dogmes et de doctrines autres que celle du plaisir de peindre. Elle avait fréquenté le peintre Jean Chevallier, il les recommande à Paul Mouradian qui a la galerie Le Pantographe. Avec l’ELAC, Espace Lyonnais d’Art Contemporain ce printemps 80, ce seront ses premières expositions personnelle et collective. Elles sont constituées de travaux roses et vert pâle sur le principe des rosaces ornementales. Pour la rentrée 80 il expose à Paris chez Françoise Palluel avec Jean-Baptiste Audat, Isabelle Champion-Métadier, Jean-Luc Poivret, Christian Sorg et à la FIAC aussi avec cette dernière. Dans les mois qui vont suivre les rencontres avec Jean François Maurige et Bernard Piffaretti l’amèneront à produire des compositions plus rythmées, plus dures et anguleuses d’une coloration aux contrastes saturés qu’il montrera au Nouveau Musée* naissant de Jean-Louis Maubant. En Juin 84, François Rouan jury pour l'Académie de France à Rome, le rend admissible à la Villa Médicis sur la seule présentation de trois grands formats qui étaient la seule taille de ses travaux ces années-là, des 195x270 cm peints à l'huile. Le jury final présidé par Pontus Hulten lui préférera Bernard Frize et Ros Blasco. Plus tard, à la Galerie Regard rue des Blancs-Manteaux il partagera les cimaises avec Christian Bonnefoi, Nicolas Fedorenko, Camille Saint-Jacques, Serge Fauchier, lors de trois expositions réunissant trois peintres à chaque fois. Puis Olivier Pauli l'intégrera à la galerie familiale, Alice Pauli à Lausanne, pour le présenter à la 1ère édition du Salon Découverte qui se tenait au Grand Palais en 91, à la FIAC l’année suivante.
À cette même date, 90, que la rencontre d'Olivier Pauli, Max G. Kaminski professeur à la Kunstakademie de Karlsruhe, qui travaille à des lithographies et gravures sur bois à Villeurbanne, a ouïe dire de son intérêt pour la scène allemande. Comme il est jury d’une résidence d’artiste "Stipendium des Kulturministerium Land Rheinland-Pfaltz Künstlerhaus Edenkoben", poste auquel l’ont précédé à cette fonction, Georg Baselitz et Markus Lüpertz, il l’y envoie. La Deutsche Bank partenaire de cette institution, acteur institutionnel de l’art contemporain en Allemagne, l’expose à Baden-Baden et acquière deux de ses œuvres. Son intérêt pour l’activité picturale allemande se confirme lors de ce séjour si bien que de retour à Lyon son envie de s’expatrier pour ce pays est très grande. Comme pour des motifs familiaux ce ne sera pas envisageable, Strasbourg avec la ville frontalière allemande de Kehl am Rhein, pour l’atelier, feront un compromis géographique grâce à de Max G. Kaminski qui lui facilitera à titre personnel cette nouvelle localisation. Le marchand Frank Pages lui a acheté cinq grands formats lors de l’exposition de la Deutsch Bank. Il le fera exposer à plusieurs reprises à Baden-Baden dans sa galerie ainsi que dans les différentes foires d’art allemandes, américaines et françaises. À la FIAC 92 présenté par Olivier Pauli par un One Man Show de deux jours, son travail est remarqué par Nathalie Obadia qui s'apprête à ouvrir sa galerie, six mois plus tard 8, rue de Normandie. Malheureusement, Olivier Pauli décédera cette année-là, à l’âge de 39 ans, mettant fin ainsi à une collaboration prometteuse. Olivier Pauli conjuguait les atouts d’une grande sensibilité, semblable à celle d’un véritable amateur d’art, à l’efficacité commerciale de la galerie familiale. Comme Olivier Pauli ne sera plus là pour l'amener à davantage de réalisme en matière de diffusion, parce qu'il est à cette date focalisé sur l'Allemagne qui lui permet de se soustraire aux tendances françaises et parisiennes, il laissera sans suite cette éventuelle collaboration avec Nathalie Obadia. À St’art, il rencontrera Olivier Houg nouvellement galeriste en matière de création contemporaine à Lyon, à cette date. Olivier Houg l’exposera trois fois en 98, 99 et 2000. Il rencontrera aussi Charles David Oiknine qui possédait une galerie en vitrine au premier étage d’un très bel immeuble d’angle Jungendstil, place Broglie à Strasbourg. Il lui fera une exposition personnelle durant plus d’une année, en 99. Jean-François Mozziconacci comme conservateur du musée château des ducs du Wurtenberg à Montbéliard l’a intégré dans sa collection ainsi que dans différentes expositions de groupe. Il le programmera en septembre 2000 à la galerie R. Y. Carrat 127, rue Vieille du Temple dont il assurait la direction artistique. De cette exposition jusqu’à celles faites à la galerie Elsa Lorente à Vienne à côté de Lyon en 2010 ainsi qu'à la Villa Delaporte de Casablanca en 2011, volontairement, il n’aura exposé seulement dans des Centres d’Art ou des lieux publics. Cette décision aura été consécutive à l’absence de résultats conséquents dans ses différents partenariats avec ses galeries durant 20 ans. En effet, le fantaisisme, le dilettantisme, l’amateurisme, le disputant à l’approximation et la maladresse, autant qu'à leur absence de regard personnel, hormis Olivier Pauli exempté de ces manques, c'est à précisé, l’ont amené assez logiquement à se passer des prestations d’une galerie, ceci ne changeant pas grand chose à sa diffusion. Si l’on ajoute à cette stratégie audacieuse mais souveraine qu’il ne lui a jamais été demandé d’enseigner en école d’art, n’en ayant jamais eu le profond désir non plus, s’agissant à son sens d’un pis-aller assez terne, il n’aura fait qu’enseigner durant 20 ans de manière extrêmement latérale, la couleur dans deux écoles d’architectures, Lyon et Strasbourg. Si l’on considère aussi, que cinq collectionneurs*, deux en région lyonnaise, deux autres à Paris et le cinquième à Baden-Baden en Allemagne, possèdent chacun d’eux plusieurs dizaines de tableaux, c’. à d. qu’ils totalisent environ 250 pièces à eux cinq, l’on comprendra mieux ainsi l’absence, toute relative, de visibilité qui est la sienne.
Lepain Trevor
* Quartier de Lyon
* Voir AMBITION D'ART, Jean-Louis Maubant, les presses du réel, IAC Villeurbanne/Lyon 2008
* Deux d’entre eux, Gilles Blanckaert et Paul Dini faisaient partie des 12 collectionneurs constituants Passions privées, collections particulières d'art moderne et contemporain en France (décembre 1995 - mars 1996) que Suzanne Pagé a montée au Musée d’Art Moderne de la Ville de Paris
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Die Brutstätte der Kunst
Betrachtet man Denis Serres Gemälde oberflächlich, so könnte man glauben, dass seine Produktion eine problematische Heterogenität beinhaltet. Dieser Gedanke wäre jedoch widersinnig und ließe das Wesentliche seiner Malerei außer Sicht. Vom Bild bis zum Gemälde bemüht sich seine Malkunst allein um die formellen Möglichkeiten, welche die Bilder unserer Welt, die Geschichte der Malformen und die Erscheinungsmodi eines Gemäldes verbergen.
Eine polymorphe Baustelle
Die zeitliche Entwicklung seiner Gemälde kennzeichnet sich insbesondere durch die elementare Kraft, mit welcher der Künstler der Malerei in all ihren Ausdrucksformen gleich einem Experiment Ausdruck verleiht. Ein konstantes Merkmal im Werk von Denis Serre. Das Atelier ist mit Bildern, an denen er gerade arbeitet, überflutet. Bei den einen experimentiert er mit dem der Malerei innewohnenden Gestus, bei den anderen bemüht er sich um die Farbgebung und widerum bei anderen um die Einbindung von Buchstaben oder Textfragmenten im Gemälde. Von Bild zu Bild trifft man auf eine dieser Fragestellungen oder findet sie manchmal auch gebündelt in ein und demselben Bild vor.
Seine Arbeit nährt sich ebenso von Entlehnungen aus der Kunstgeschichte und aus dem Werk anderer Künstler wie aus der Bilderwelt der Gegenwart, insbesondere von Werbe- oder Filmplakaten.
Denis Serres Spiel mit Referenzen kennzeichnet sich durch seine Vielfältigkeit. Dies ist keineswegs erstaunlich, denn er bedient sich in seinem Schaffen aller möglichen Kultur- und Bildarten. Er lehnt sich ebenso an Referenzen der Hochkultur wie an solche der Populärkultur an. Jedoch behandelt er auf seiner Leinwand konstant alles, was die Malerei als Feld der Hinterfragung anbietet, und erinnert in seiner Praxis somit an die Vorgehensweise von Gerhard Richter, der sämtliche Genres der Malerei erkundet. Seine Neugierde führt ihn jedoch zu ganz unterschiedlichen, sich sogar widersprechenden Experimenten oder Referenzen. Doch gerade aus diesen „Widersprüchen” und Antagonismen ergibt sich die interne Dialektik seiner Malerei. Denis Serres Malkunst nährt sich von der Vorgehensweise von Malern wie Eugène Leroy oder auch Künstlern wie Roy Lichtenstein oder Brice Marden. Doch die Anlehnungen sind bei ihm nie explizit, denn er vermengt und vermischt die Bezüge. Er verleiht dem malerischen Prozess eine neue Orientierung und lässt ein „gestisches” Gemälde, ein abstraktes Bild entstehen, das durch Farbbänder strukturiert wird, oder ein Gemälde, bei dem Bild und Text bzw. die zeichnerische Geste, Spuren oder Reste verbunden werden. Seine Arbeit kennzeichnet sich durch ihre Vielfältigkeit, im Gegensatz zu jener anderer Künstler, die sich um eine Identität der Methode und des Stils bemühen. François Jeune unterstrich in einem richtungsweisenden Text die paradoxale Verbindung von Vielfalt und Anonymität in Denis Serres Malerei.
Sans Titre VII (Januar 2012) verdeutlicht die absichtliche Zweideutigkeit dieser Gemälde. Dieses aus Gemäldefragmenten, die mittels der Assemblage-Technik mit einander verbunden wurden, bestehende Werk kennzeichnet sich durch eine abstrakte Komposition, die an die Tradition der amerikanischen Abstraktion (von Kelly bis Marden) erinnert. Sie wird durch eine Art Stern mit neun asymetrischen, gelben Strahlen strukturiert, der einerseits eine zentrale Stellung in der Bildkomposition einnimmt und andrerseits wie ein durch Farbflächen begrenztes, ausgeschnittenes Hintergrundsfragment erscheint. Er bildet die diskontinuierliche Fortsetzung des gleichfarbigen Farbbandes. Wir beobachten dieselbe Undeterminiertheit von Form und Inhalt wie im Werk von Franck Stella oder Ellsworth Kelly, begleitet von der damit einhergehenden a-kompositionellen Logik. Die durch Farbbänder strukturierte Komposition dieses und auch anderer Gemälde erinnert darüberhinaus an die minimalistische Geometrie eines Brice Marden oder an Kenneth Nolands Hard-Edge-Malerei. Obgleich der glatte Aspekt der Farben die Fläche betont, lässt ihre Qualität, ihr oberflächlicher Glanz seine Malerei auch Richtung Pop Art gehen. Die Position des Sterns innerhalb der Gesamtkomposition lässt sie Richtung Bild tendieren. Der Stern erinnert uns an den von Martial Raysse oder auch daran, wie Lichtenstein eine Form als abstraktes Bild behandelte (wie z.B. die Sprechblasen eines Comics). Betrachtet man das Bild jedoch näher, ebenso wie ein paar andere, die auch mit der Geometrie spielen, so gibt sich in den undeutlichen Konturen eine Subjektivität des Schaffens zu erkennen. Und plötzlich taucht das Gespenst einer abstrakten Komposition in der Manier von Poliakoff auf. In bestimmten Bildern fungiert die Arabeske als Geste sowie als Motiv, das - wie so oft bei Denis Serre - über Oberfläche und Rahmen hinausgeht. Das Gleiche gibt sich in seiner Verwendung von Bildern und Buchstaben bzw. Texten zu erkennen: Text und Schrift fungieren als ordnendes Element, als eine Art Gerüst und als Bild, mit dem Malerischen vermengt. Das Ineinandergreifen von malerischen und schriftspezifischen Komponenten ist auch für den Maler Jean-Louis Dèlbes typisch, einem seiner Freunde, der vor ein paar Jahren plötzlich verstarb.
Denis Serre gehorcht in seinen Werken einer aus Wiederholungen und Neugestaltungen bestehenden Dialektik, wie François Jeune meint, obgleich er Ensembles, ja sogar Serien schafft. Seine Vorgehensweise gleicht einem ständigen Recycling vielfältiger Genres und Quellen, einer Umwandlung in Malerei. Deshalb verwendet er alles als Ressource – sogar die Reste. Alles steht im Dienste einer Malerei des Sichverausgebens, bei dem es zu keinem Verlust kommt, sondern ganz im Gegenteil zu einer Vermehrung und einem Überfluss, die sich aus dieser Verbindung von Wiederholung und Differenz ergeben.
Das Vielfältige und das Einzigartige
Jedoch kennzeichnen sich Denis Serres Arbeiten durch ein immer wiederkehrendes Merkmal: Die Aufteilung des Bildes in einen Teil, der als Rand fungiert und der durch die malerische Geste erneut die Frage des Rahmens behandelt, und einem Zentrum, das durch drei ausgeschnittene und wiedereingefügte vertikale Bänder skandiert wird. Die Bänder erinnern an die Form eines Triptychons oder eines Altarbildes. Diese Aufteilung ist in Serres Werk aus mehrfachem Grund von entscheidender Bedeutung. Zum Einen verleiht sie dem Bild seinen Grundaufbau. Sie strukturiert es und konzentriert die zentrifugen Logiken, die sich aus den dynamischen Bewegungen, aus den Stylen und vielfachen Polen, welche der Künstler mobilisiert, ergeben.
Doch auch dann, wenn sich der Künstler in seinen monochromen Gemälden auf die alleinige Farbe konzentriert, ist sie von zentraler Bedeutung. Dort, wo er ausschließlich mit Undurchsichtigkeit und Tranzparenz, mit glänzender und matter Farbgebung oder mit Texturkontrasten (z.B. Malerei / Samt) jongliert, wird diese Aufteilung zur zeichnerischen Komponente und organisiert das Bild. Man kann sogar sagen, dass sie dessen Oberfläche skandiert und ihr Rythmus verleiht. Darüberhinaus ermöglicht sie die Artikulierung der arabeskischen Geste und der rechteckigen Struktur in Form eines strahlenden Reigens. Schließlich verwandelt sie die Dialektik von Zentrum und Peripherie in eine fruchtbare Praxis, in einen frohen Reigen, der auf hedonistische Weise die Hierarchien zerstört. So entfalten sich oder erblassen die räumlichen Logiken des Bildes, und zerstören die klassische Einheit und stärken dadurch den visuellen Impakt des Fragments. Diese Umgestaltungen und Fragmentierungen steigern die plastische Kraft des Werks und die sich daraus ergebende Rückerinnerung an das Wesentliche. Dieses ständige Hin und Her zwischen Leinwand und Rahmen gleicht einem Kommen und Gehen zwischen dem Bild als Fenster und seinen Grenzen, wobei gleichzeitig mit Überschreitungen und Skandierungen gespielt wird.
Jenseits von Figur und Farbe, jenseits der sich daraus ergebenden konstruktiven und destruktiven Dynamiken zieht uns Denis Serre in den Sog der ständigen Atmung der Malerei.
Jenseits der scheinbaren Heterogenität seiner Bilder verdichtet sich ein kohärentes Abenteuer, das dank seiner Reichhaltigkeit sein Epizentrum im Bild findet, das als Mutterboden des malerischen Phänomens fungiert.
Denis Serre kultiviert den Garten der Malerei. Tag um Tag bedient er sich des Schutzes der Farbe. Er überflutet das Atelier mit seinem Material. Durch die Kultivierung von ersten Sprossen, die Bastelei mit verschiedenen Techniken, die in Collagen aufgenommene Schrift, die durch Abdeckungen vorgenommenen Streichungen und durch die Assemblagen von ausgeschnittenen Bildfragmenten streut er seine Saat auf dem Feld der Malerei.
Egal ob ihm die Dinge dabei gelingen oder nicht: Denis Serre hält seine Werkzeuge und sein Denken hoch. Er entnimmt der Welt das, was er von ihr braucht, nicht jedoch um sie zu reproduzieren, sondern vielmehr um eine andere Welt daraus zu gestalten, die uns zum Neubeginn der Dinge führt, obgleich man noch das Echo und die verstreuten Zeichen unserer Welt darin erkennt. Er entnimmt der Kunst und der Kunstgeschichte, der Malerei mit ihren Traditionen, ihrem Know-How und ihren Brüchen nichts, um es zu wiederholen, sondern nur die Werkzeuge, um die Materie neu zu gestalten, ohne vorgetäuschte Unschuld und auch ohne sich zu unterwerfen.
Jedes Bild wird dadurch zu einer Hommage und zu einem Akt der Trennung. Nach und nach entstehen somit Variationen, die das ursprüngliche Modell unbemerkt abschwächen und verwandeln. Es ist wichtig zu wissen, woher man kommt und wie man sich bereichern kann, um im Laufe der Zeit das entstehen zu lassen, was noch nicht existiert.
Mittels der Winkel seiner Bilder, die sich ein Stelldichein mit Mantegna und Angelico gaben, um der bleiernen Glocke seiner Zeit zu entgehen, zeichnete Malewitsch sein suprematistisches Viereck, um sich seines Weges zu besinnen. Eines Tages ließ sich Denis Serre ein Viereck auf den Rücken tätowieren, als wollte er das Dojo der Malerei und den Raum, in dem jene sich dem Kampfe stellt, in sich tragen. Dort, wo er sie jedesmal wirken und handeln lässt.
Philippe Cyroulnik
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Les serres de la peinture
À voir superficiellement les peintures de Denis Serre, on pourrait croire qu’il y a une hétérogénéité problématique dans sa production. Le penser relèverait pourtant du contresens et ferait perdre de vue l’essentielle de cette peinture. De l’image au tableau, sa peinture n’est en fait préoccupée que par les potentialités formelles que recèlent les images du monde, l’histoire des formes picturales et les modes d’apparaître du tableau.
Un chantier polymorphe
Ce qui frappe, à voir l’évolution de ses peintures dans le temps, c’est l’appétence dont l’artiste fait preuve à expérimenter la peinture dans tous ses genres et toutes ses formes. C’est même une constante chez lui. L’atelier regorge de travaux en cours qui, pour les uns, relèvent d’une expérimentation de la gestualité propre au fait pictural et pour d’autres d’une recherche sur la couleur, ou encore d’une réflexion sur l’intégration de la lettre et du texte dans le tableau. On peut rencontrer ces questionnements d’un tableau à l’autre ou encore en voir cohabiter plusieurs dans un même tableau.
Ainsi, ce qui nourrit son travail est autant emprunté à l’histoire de l’art et des artistes qu’à l’image contemporaine, en particulier l’affiche publicitaire ou cinématographique.
Au jeu des références celles-ci seraient multiples. Ce n’est pas étonnant car dans son entreprise Denis Serre convoque tous les types de cultures et d’images. Il fait aussi bien appel à des références savantes qu’à la culture populaire. Mais la constante chez lui est de tout ramener à ce que le peinture peut recouvrir comme champs d’investigation, de ce point de vue sa pratique n’est pas sans évoquer la façon dont Gerhard Richter traverse les genres de la peinture. Cependant, sa curiosité l’amène à faire se croiser des expériences ou des références très diverses voire même opposées. C’est justement de ces « contradictions » et de ces antagonismes que naît la dialectique interne de sa peinture. Denis Serre se nourrit dans sa pratique de celle de peintres comme ou Leroy ou encore d’artistes comme Roy Lichtenstein ou Brice Marden. Mais en même temps l’allusion n’est jamais immédiate car Serre procède par amalgames et mélanges. Il réoriente le cours de choses et de là développe ce qui va produire une peinture « gestuelle », un tableau abstrait structuré par des bandes colorées, ou une peinture associant l’image et le texte, voire le geste du dessin, l’usage de la trace ou du résiduel. C’est dire la diversité qui caractérise son travail, à l‘opposé de celui d’artistes qui jouent fortement de l’identité de méthode et de style. François Jeune soulignait justement, dans un texte très éclairant, le lien paradoxal entre diversité et anonymat dans la peinture de Denis Serre.
Sans Titre VII (janvier 2012) illustre bien l’ambiguïté délibérée de ces peintures. Constituée de fragments de toiles agencées les unes avec les autres par la technique de l’assemblage, cette œuvre donne à voir une composition abstraite qui n’est pas sans évoquer la tradition de l’abstraction américaine (de Kelly à Marden). Elle est structurée autour d’une sorte d’étoile à neuf branches, de couleur jaune et asymétrique. Celle-ci occupe une position centrale dans le tableau tout en pouvant apparaître comme un fragment de fond découpé et délimité par les plans colorés qui le recouvrent. Elle fonctionne en effet comme la suite en discontinue de la bande de la même couleur. Ici apparaît le type d’indétermination forme/fond, qu’affectionnaient Franck Stella ou Ellsworth Kelly, avec la logique a-compositionnelle qu’il implique. La structure en bande de ce tableau et d’autres, évoque aussi la géométrie minimaliste d’un Brice Marden ou le Hard Edge d’un Kenneth Noland. Mais simultanément, si le côté lisse des couleurs affirme le plan, leur qualité, leur clinquant tire la peinture vers le Pop Art. La position de l’étoile dans le tableau la tire vers l’image. En tant que telle, elle n’est pas sans nous rappeler l’étoile bien connue de Martial Raysse, ou l’utilisation que pratiquait Lichtenstein d’une forme comme image abstraite (genre bulle de bande dessinée). Pourtant si on prête attention à cette peinture et à quelques autres qui jouent la géométrie, le tremblé des contours configurent une subjectivité du faire. Et on pourrait d’un coup voir surgir le fantôme d’une composition abstraite à la Poliakoff. Dans certaines des peintures Denis Serre, l’arabesque se donne à la fois comme geste et comme motif venant jusqu'à déborder sur ce qui est très fréquemment chez lui à la fois la surface et le cadre. On rencontre une situation identique quant à l’usage qu’il fait de l’image et de la lettre ou plutôt du texte. L’écriture est chez lui de l’ordre de la charpente et de l’image, elle se mélange au pictural. Cette imbrication du pictural et du scriptural, il la partage avec des artistes comme le peintre Jean-Louis Dèlbes, un de ses amis brutalement disparu il y a quelques années.
Du coup, tout en fonctionnant par ensembles voire même par séries, Serre pratique une dialectique de la répétition et de l’invention pour reprendre les termes de François Jeune. Son entreprise relève du recyclage permanent d’une multitude de genres et de sources en peinture. C’est pourquoi tout y est ressource – jusqu’aux restes. Tout est au service d’une peinture de la dépense qui ne connaît pas de perte mais, au contraire, la multiplication et la profusion consécutives à cette alliance de la répétition et de la différence.
Le multiple et l’unique
Il y a cependant une donnée récurrente chez lui : la partition du tableau en une partie qui fait bord – et reprend picturalement la question du cadre – et un centre scandé en trois parties découpées et ré-agencées en bandes verticales dans le tableau. Ces bandes ne sont pas sans rappeler les figures du triptyque ou du retable. Cette partition est d’une importance capitale dans son œuvre et ce à plusieurs titres. Tout d’abord elle vient d’emblée donner une charpente au tableau. Elle le structure et en contient les logiques centrifuges que peuvent produire les dynamiques, styles et pôles multiples que l’artiste convoque et mobilise.
Ensuite elle devient centrale dans les temps ou l’artiste se recentre sur la couleur seule dans ses toiles monochromes. Là où il joue uniquement de l’opacité et de la transparence, de la brillance ou de la matité et des contrastes de textures (par exemple peinture/velours), cette partition fait dessin et organise le tableau. On peut même dire qu’elle en scande et en rythme la surface. Elle lui permet aussi d’articuler dans une sarabande jubilatoire l’arabesque du geste et l’orthogonalité de la structure. Enfin elle permet de faire de la dialectique du centre et de la périphérie un usage fructueux, en des jeux qui viennent, sur un mode hédoniste, abolir les hiérarchies. Se jouent et se déjouent alors les logiques spatiales du tableau, brisant l’unité classique et mobilisant l’impact visuel du fragment. Ces réagencements et fragmentations intensifient la force plastique de l’œuvre et l’effet palimpseste ainsi produit. Ce va-et-vient constant entre la toile et son cadre est une façon d’aller et venir entre le tableau comme fenêtre et ses limites tout en jouant des débords et des scansions.
Par-delà la figure et la couleur, par-delà les dynamiques constructives ou destructrices à l’œuvre, c’est dans une respiration permanente de la peinture que nous entraine Denis Serre.
Par-delà l’hétérogénéité apparente se tisse une aventure cohérente qui, dans la diversité et la multiplicité, trouve son épicentre dans le tableau qui serait ici comme le terreau central de ce qui se donne comme peinture.
C’est le jardin de la peinture que cultive Serres. C’est l’appentis de la couleur qu’il investit au jour le jour. C’est l’atelier du peintre qu’il submerge et envahit de ses matières. De jardinages en bouturages, de bricolages en manipulations, d’écritures en collages, d’effacements en recouvrements, d’assemblages en découpages, c’est le champ de la peinture qu’il ensemence.
Dans la félicité ou l’adversité Denis Serre tient haut ses outils et sa pensée. C’est qu’il prend au monde ce qui lui est nécessaire non pas tant pour le reproduire que pour en créer un autre qui nous fait être au recommencement des choses ; quand bien même on perçoit encore les échos et les signes éparses de ce qui est notre monde. Il prend à l’art et à son histoire, à la peinture, ses traditions, ses savoir-faire et ses ruptures, non pas la matière pour la répéter mais les outils pour la réinventer, sans fausse innocence mais sans soumission.
Chaque tableau est ainsi un hommage et un acte de séparation. Dans le temps cela forme des variations qui subrepticement altèrent et métamorphosent le modèle dont elles partent. Il importe de savoir d’où l’on vient et de quoi on peut s’enrichir, afin de laisser, dans le cours des choses, advenir ce qui n’est pas encore.
Dans les angles de ses peintures qui retrouvaient Mantegna et Angelico pour échapper à la chape de plomb du temps, Malevitch dessinait son carré suprématiste pour garder en mémoire le chemin qui fut le sien. C’est sur son dos que Denis Serre s’est un jour tatoué un carré, comme pour porter en soi le dojo de la peinture et l’espace où celle-ci se met en jeu. Ou chaque fois il l’a remet au travail.
Philippe Cyroulnik
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1971 - 1977 ENSBA Ecole Nationale Suprieure des Beaux-Arts - Paris, France Works in his studio in Kehl (Germany) since 1992 1991 Residence in Edenkoben (Germany)1993 Residence in Wiepersdorf (Germany)1995 Prix du Conseil Gnral du Bas-Rhin Organisme d'attribution : CEAAC Centre Europen d'Actions Artistiques Contemporaines Strasbourg - France, … Read More







